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Sporthalle Kepler- und Humboldt-Gymnasium Ulm

Urbanität – Vertikalität – Materialität

Städtebau
Das Gebäude der neuen Sporthallen für das Kepler- und das Humboldt-Gymnasium, ergänzt die beiden Baukörper der Staatsanwaltschaft zu einem städtebaulichen Ensemble. Kubatur und Anordnung wurden so gewählt, dass eine spannungsvolle räumliche Einheit entsteht, die angemessen auf das gründerzeitliche Gerichtsgebäude reagiert und es seiner Bedeutung entsprechend in Szene setzt. Zusammen mit dem zweiten Bauabschnitt der Staatsanwaltschaft schafft der Sporthallenneubau eine Torsituation, die in der Blickachse aus der Karl-Schefold-Strasse einen Rahmen für den Mittelrisalit des Gerichtsgebäudes ausbildet. Gleichzeitig entsteht ein angemessenes Gegenüber zu der neuen Platzsituation vor der Staatsanwaltschaft und respektvoller Freiraum zum Gerichtsgebäude.

Erschliessung
Während sich die Sporthallen zur Strasse hin orientieren, bildet die Nebenraumspange einen Rücken zur bestehenden Sporthalle aus, über den das Gebäude erschlossen wird. Selbstverständlich liegt hier die Zugangssituation, die über den neuen Vorplatz von der Olgastrasse aus repräsentativ und leicht auffindbar ist, während sie von Norden her einen engen Bezug zum Schulkomplex aufweist. Im Untergeschoss kann der neue Gebäudekomplex an den Bestand angeschlossen und dieser somit barrierefrei erreicht werden.

Organisation
Der Entwurf sieht vor, die drei Hallenteile ihrer Lage im Gebäude entsprechend unterschiedlich auszuformen. Die unterste Halle erfährt aufgrund ihrer räumlichen Nähe zum Zugang eine offene Gestaltung. Ein großzügig verglastes Lichtband ermöglicht Interaktion mit dem Stadtraum, die Galerie im Foyer kann für Zuschauer und Besucher kleiner Schul- oder Vereinswettkämpfe genutzt werden. Diese offene und kommunikative Konzeption wird die vom Auslober gewünschte Belebung und Aufwertung des Stadtteils maßgeblich unterstützen. Die beiden weiteren Hallen werden über großzügige Treppenhäuser und ansprechende Galeriesituationen erschlossen und erhalten unterschiedliche Belichtungskonzepte. Während die mittlere Halle ein dreiseitiges Lichtband mit einer vorgelagerten, lichtbrechenden Lamellenstruktur erhält, wird die oberste Halle ausschließlich über Oberlichter belichtet. So entstehen in einem spannungsreichen Wechsel drei völlig unterschiedliche Raum- und Lichtsituationen.

Baukörper
Der einfache, in seiner Form und Anmut zurückhaltende Baukörper, präsentiert sich selbstbewusst und dennoch seiner Funktion angemessen im Stadtraum. Er zeichnet sich aus durch seine klare Schlichtheit, die mit der Material- und Formensprache der Gebäude der Staatsanwaltschaft korrespondiert, ohne zu konkurrieren. Ein einfacher Kubus, massiv und doch scheinbar schwebend auf einem Lichtband, welches ihn vom Platz ablöst. Eine fein gegliederte Fassade, mehr Struktur als Material, verleiht dem Baukörper mit ihrer flimmernden Lichtbrechung eine schemenhafte, immaterielle Leichtigkeit.

Der Entwurf schafft einen Ort der Identität, eine Insel in der Stadt, und konzentriert somit die subtile Qualität des eigentlich begrenzten und daher umso wertvolleren städtischen Raumes.

Projekt Sporthalle Kepler- und Humboldt-Gymnasium Ulm
Standort Olgastraße, Ulm
Verfahrensart nicht offener Planungswettbewerb nach RPW 2008 mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren
Auslober Stadt Ulm, Zentrales Gebäudemanagement
Jahr 2011
Ergebnis ZZ

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